Massagetechniken
Die Massage ist eine mechanische Manipulation zur Erwärmung der Körperoberfläche durch rhythmischen Druck. Das Gewebe wird stärker durchblutet und dadurch weicher und nachgiebiger. Bei der Massage eines Pferdes wird mit verschiedenen Massagegriffen und Massagetechniken gearbeitet, die durch unterschiedliche Wirkung zu den erwünschten Effekten führen. Man unterscheidet im allgemein zwischen entspannenden und vitalisierenden Massagen. Beispiele für Massagegriffe in der Pferdephysiotherapie sind u.a.
- Handflächendruck
- Daumendruck
- C-Klammergriff
Beispiele für Massagetechniken sind:
- Effleurage (Streichungen)
- Petrissage (Knetungen)
- Querfriktion (Reibungen quer zur Muskelfaserung)
- Klopfungen
- Vibrationen
Ziele und Nutzen der Massage
Die Massagen werden in der Pferdephysiotherapie angewandt um das Pferd für weitere Therapien aufzuwärmen und um unterschiedlichste Muskelprobleme und Empfindlichkeiten zu behandeln. Zusammenfassend haben Massagen folgende Wirkungen:
- Durchblutungssteigerung
- Lösen von Verklebungen und Verspannungen
- Behandlung von Muskelschmerzen und Šempfindlichkeiten
- Schmerzlinderung durch Freisetzen von Endorphinen
- Regulierung des Muskeltonus
- Entstauen des Venen- und Lymphbereiches
- Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit
- Psychische Entspannung
- Behandlung von Muskelermüdung
- Entschlackung des Gewebes
- Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe
- Entspannung von Haut und Bindegewebe
Die verschiedenen Griffe und Techniken können zum Teil auch vom Pferdebesitzer erlernt und selbstständig durchgeführt werden.