Die Grundlage der Akupunktur ist die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). In der TCM wird das Individuum als Einheit von Körper, Seele und Geist in Wechselbeziehung zur Umwelt betrachtet. Dies wird dann in der Therapie genutzt.
Gesundheit im traditionell chinesischen Sinne bedeutet völlige Harmonie aller körperlichen und geistigen Funktionen. Der Körper ist in einem Gleichgewicht, das mit der Einhaltung der Balance beschäftigt ist und sich so an innere und äußere Veränderungen anpassen kann. Krankheit in diesem Sinne ist also ein Ungleichgewicht in einem oder mehreren Funktionen des Körpers.
Bei der Diagnosestellung nach chinesischen Kriterien sammelt der Therapeut alle für ihn wichtigen Symptome und Aspekte des zu behandelnden Tieres zusammen, um dann aus den einzelnen Puzzleteilen ein Gesamtbild des Patienten zu erstellen. Entscheidend sind dabei Kriterien wie z.B. Aussehen von Fell, Schleimhäuten & Haut, Aussehen des Zungenkörpers und einiges mehr.
Bei der Akupunktur wird durch die Nadeln, die man durch die Haut sticht, eine Ausschüttung von verschiedenen körpereigenen Stoffen angeregt. Dies wiederum bewirkt Reaktionen des Körpers an verschiedenen Stellen und auf unterschiedlichen Ebenen. Die Stoffe regen den Körper an, wieder in sein energetisches Gleichgewicht zu kommen.
Traditionell chinesisch wird dabei der Fluss des "Qi", also der Lebensenergie in den Leitbahnen (oder Meridiane), reguliert. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.
Die Anwendungsgebiete der Akupunktur sind sehr vielfältig und es ist in vielen Fällen so, dass das Pferd komplementär behandelt wird (d.h. es wird eine Kombination von schulmedizinischen und alternativen Techniken angewandt).
Um einige Beispiele zu nennen:
Bei der Akupunktur muss immer individuell die jeweilige körperliche Disharmonie des Patienten, in diesem Fall des Pferdes, betrachtet werden.
Nebenwirkungen können insofern auftreten, als das es nach einer Behandlung zu einer so genannten Erstverschlimmerung kommen kann. Die Beschwerden verstärken sich hier zunächst bevor eine Heilung einsetzt. Sie dauert 1- 4 Tage, kann aber in Ausnahmefällen bis zu einer Woche dauern.
Generell ist zu bedenken, dass länger andauernde Beschwerden auch eine längere Zeit der Heilung benötigen. Die Häufigkeit der Anwendung ist durch die Komplexität des traditionell chinesischen Systems bei jedem Patienten unterschiedlich.