In der Humanmedizin ist die Physiotherapie fast nicht mehr wegzudenken und auch in der Tiermedizin besteht sie schon länger und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Entwickelt hat sich die Pferdephysiotherapie ungefähr in den 70er Jahren um die Leistung von Sportpferden zu verbessern und zur schnelleren Rehabilitation nach Operationen, Krankheiten und Unfällen.
Heute ist die Pferdephysiotherapie keineswegs Sportpferden vorbehalten, sondern schließt alle Pferde in ihr Therapiekonzept ein. Nach Operationen, Krankheiten oder Unfällen führt die Pferdephysiotherapie zu einer schnelleren und nachhaltigen Rehabilitation, außerdem wird die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft des Pferdes verbessert.
Vor der Therapie wird ein Pferde-Check durchgeführt, der die Voraussetzung für die Erstellung eines individuellen Therapieplanes ist. Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist eine angemessene Heilgymnastik oder ein Aufbautraining. Diesen Part kann in den meisten Fällen vom Pferdebesitzer selbst übernommen werden.
Die Pferdephysiotherapie betrachtet das Individuum Pferd in seiner Gesamtheit und betreibt Ursachen-Behandlung statt Symptombeseitgung. Der nachhaltige Erfolg der Therapie beruht zu einem großen Teil auf der intensiven Zusammenarbeit von Therapeut, Pferdebesitzer, Tierarzt und Trainer.